Weinreise nach FRIAUL und SLOWENIEN 17. – 20. Mai 2026

 

Bei herrlichen Schönwetter starteten am frühen Sonntag-Morgen, 17. Mai 2026

15 Teilnehmer des VSOV zu ihrer heurigen Weinreise in die reizvolle Weinlandschaft des Collio nach Friaul und Slowenien.

Gleich nach St. Anton, an der Arlberg Schnellstraße S 16 bei Schnann, wurde ein erster Frühstückshalt gemacht. Gut gestärkt, konnte die Fahrt über den „Brenner“ bis nach Brixen in Südtirol fortgesetzt werden.

Der angenehme Verkehr lies es zu, dass wir schon etwas vor der Zeit den altehrwürdigen „Köfererhof“ im Eisacktal erreichten. Als eines der ältesten Weingüter Südtirols stammt dieser „Weingasthof“ aus dem Jahr 976. Heute werden unverwechselbare, typische Weine der Region produziert. Auf 8 Hektar Rebfläche mit noch fünf Zulieferern haben sich Gabi und Günther Kernschbauer auf den Anbau hochwertiger Weißweine spezialisiert.  Auf 650 bis 700 Meter Terrassenlagen mit den natürlichen Rahmen-

Bedingungen des Bergklimas, großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, langen Wintern und dementsprechender späterer Reife, sind Jahr für Jahr große Herausforderungen. Das Ergebnis sind exzellente Weine aus sieben Rebsorten mit starkem Charakter.

 

Auf der Terrasse mit einzigartiger Aussicht durften wir an einer Tafel zur Verkostung Platz

nehmen. Es war mehr als ein sogenannter „Wein-Frühschoppen mit diesem unbeschreiblichen Ausblick auf die Südtiroler Bergwelt mit ihren Weingärten und sehenswerten Schönheiten.

 

            SYLVANER 2024

            KERNER 2025

            PINOT GRIGIO 2025

            GRÜNER VELTLINER 2024

            RIESLING 2024

 

Absolut mit großer Leidenschaft gut gemachte Weine, die mit profunder Handwerkskunst entstanden sind. Die Arbeit mit und in der Natur mit dem ganzen Terroir verleihen den Weinen große Ausdruckstärke, und spiegeln zuletzt all` das wider, wofür das Herz der Winzer schlägt – erstklassige Weine, die es verstehen zu begeistern – Alpine Spitzen Weißweine aus dem Eisacktal.

Zur Südtiroler Jause kamen Speck, Schinken, Käse, Bresaola, harte Würstel, Salami, Schüttelbrote und  Vinschgerl auf den Tisch,  gefolgt von Schlutzkrapfen, einem Knödel-Trio aus Rote Rüben, Spinat- und Tirolerknödel mit Krautsalat.

 

Gemütliches essen und trinken, bis sich unsere zwei Kleinbusse wieder in Bewegung setzten, Richtung Dolomiten mit den drei Zinnen.

 

In Santo Stefano di Sandori wurde noch eine Espresso-Pause eingelegt, bevor nach 11 Stunden das GRAND HOTEL ENTOURAGE in Gorizia erreicht wurde.

Das Hotel zeigte sich als beeindruckender Bau mit langer Geschichte rund um das französische Königshaus. Es umfängt einem eine antike Atmosphäre mit modernem Komfort eines 4-Sterne Hotels.

Ein kurzer Spaziergang zu den Stadtgärten an der Sonne am Hauptplatz war  erholsam und willkommen, manche Erfrischungsgetränke stärkend und  aufbauend.

 

Im gegenüberliegenden Restaurant „AL CHIOSTRO“ wurde zu Abend gegessen – unter den Arkaden, an langer Tafel mit entspannter Stimmung in bester Gesellschaft.

Beef Tartar, Thunfisch-Tartar auf Blattsalaten, viel Weißbrot und Grissini, Scampis, Pulpo gebraten mit Oliven, Strozapretti mit Sugo, Gnocchi mit Gemüse.

Dazu schmeckten diese Weine:

            RIBOLLA GIALLA 2024, KORSIC, San Floriano dell Collio

            MALVASIA 2025, KOZLOVIC, Buje

            COLLE DUGA 2023 (Friulano, Malvasia, Prepotto), Dam. Princic, Zegla

            VIE D`ALT 2021, SCHIOPPETTINO, Bruno Venica, Prepotto

            PIGNOLO 2017 Borgo San Daniele di Mauro Mauri, Isonzo del Friuli

 

Ein langer erster Tag neigte sich langsam seinem Ende zu, morgen warten wieder einige Herausforderungen.

MONTAG, 18. MAI 2026

Herrliches Frühstück, herrlicher Sonnenschein, man freut sich auf diesen spannenden Tag in einer bildhaften Weinlandschaft.

Das erste Tagesziel lag am Weg zum Weingut MUZIC an der Strada del Vino – das

OSLAVIA – OSSUAR – DENKMAL , ein beeindruckender Bau, zu dem unzählige breite Stufen hinaufführen, man oben aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt wird.

Erbaut wurde der Schrein 1938 nach einem Entwurf des römischen Architekten GHINO VENTURI und sammelte die Leichen italienischer und österreich-ungarischer Gefallener, die alle aus Kriegsfriedhöfen vom Bainsizza-Plateau bis Vipacco exhumiert wurden.

Der Schrein ist ein monumentales Werk, das wie eine strenge und robuste Festung wirkt, bestehend aus einem großen, zentralen Turm mit einer Krypta, darunter und drei Seitentürmen mit Krypten an den Ecken darunter. Die vier Türme sind innen mit unterirdischen Tunneln verbunden.

Die Nischen der bekannten Gefallenen sind entlang der Wände der drei Galeriereihen im zentralen Turm, sowie entlang der Innenwände der Seitentürme angeordnet. Die unbekannten Gefallenen sind gemeinsam in drei großen Beinhäusern in der Mitte der Seitentürme bestattet.

In der Mitte des zentralen Turms steht ein großes Kreuz aus dunklem Marmor. In der darunterliegenden Krypta, in einem Marmorsarkophag im Zentrum des zentralen Turms, werden die Leichen von 13 Gefallenen aufbewahrt, die mit der Goldmedaille für militärische Tapferkeit geschmückt sind. Neben dem Marmorsarkophag steht ein künstlerisches  Bronzestativ, das einen polierten Stein vom Monte Santo und die Lampe der Bruderschaft mit immerwährendem Licht trägt.

Außen wurde in der Nähe des linken Turms am 4. November 1959 eine große Votivglocke aufgestellt von Bürgern, verstümmelten und Kämpfern aus ganz Italien. Die sogenannte „Campanachiara“ ertönt jeden Tag zur Vesper, um für die Gefallenen zu beten. Auf dem Platz vor den Zugangsstufen zum Denkmal wurde 1963 ein Gedenkstein mit den Namen der 55 julianischen Freiwilligen aufgestellt, die im mittleren und oberen Isonzo-Bereich gefallen sind.

Ein weiterer Fotostop in San Floriano zeigte diese einmalig schöne Weinlandschaft von anderer Seite. Große Aufmerksamkeit erweckte der etwas eigenwillige, krumme Maibaum ohne Wipfel!

Ein paar hundert Meter weiter, wartete das Weingut MUZIC in San Floriano del Collio auf uns. In schöner Aussichtslage, an der Strada dell Vino, liegt dieses Vorzeige-Weingut,

FABIJAN MUZIC erwartete uns bereits, zeigte den blitzsauberen Betrieb und erzählte viel Wissenswertes über seine Arbeit auf 28 Hektar Rebfläche.

Der Name des Weingutes ist historisch mit Collio verbunden, dem wohl hochwertigsten Weißweingebiet Italiens in dem San Floriano einen besonderen Stellenwert hat.

MUZIC gehört seit Jahrzehnten Collio an, das drittgrößte Italiens, und eines der wichtigsten in Europa.

Man beteiligt sich an den vom Konsortium vorgeschlagenen Regeln. Der Beweis der Verbindung zwischen Weingut und Konsortium war die Wahl der „Collio-Flasche“, exklusiv für die als DOC-COLLIO zertifizierten Weine entworfen wurde, und ihrer Form wegen sofort erkennbar ist.

„Vom Weinberg bis zur Flasche geht alles kompromisslos durch unsere Hände – Wein machen ist die Arbeit zwischen Rebstock und Flasche“ sagt ELIJA MUZIC.

Der Keller aus dem 16. Jahrhundert als einer der ältesten in San Floriano und wurde 2000 restauriert. Im attraktiven Ambiente, zwischen Rotwein-Holzbottichen werden hier gerne manche Kostproben mit Gästen und Freunden genommen.

Ein moderner, technologisch aktueller Keller, ist mit thermogesteuerten Edelstahl-Wannen ausgerüstet, verfügt aber auch über Eichenbottiche zur Verfeinerung einiger Weißweine. Die Produktion, die ca. 100.000 Flaschen/Jahr umfasst, verbindet Tradition mit Innovation. Die autochthonen Sorten Mavasia, Ribolla Gialla, Friulano und Picolit werden  mit französischen Sorten wie Pinot Grigio, Sauvignon blanc, Chardonnay, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot ergänzt.

Im Verkostungsraum angekommen, wartete eine ausgesuchte Degustation edler Weine.

            RIBOLLA GIALLA 2025

            FRIULANO 2025

            MALVASIA 2025

            PINOT GRIGIO 2025

            SAUVIGNON BLANC 2025

            STARE BRAJDE 2023 (Ribolla, Friulano, Malvasia)

            CABERNET FRANC 2023

            MERLOT 2023

            PICOLIT 2019 (0,375)

„Typizität und Charakter – das ist alles, was wir mit unseren Weinen zum Ausdruck bringen wollen“ – so FABIJAN MIZIC!

Nach dieser hochstehenden Verkostung mit zahlreichen Aha-Erlebnissen, war die Weinlaune bestens und nach wenigen Fahrminuten fanden wir uns auf der Terrasse des Restaurants VOGRIC wieder.

Doch davor gab es für FABIJAN MUZIC viel Applaus und ein Buch mit herzlichen Dankesworten durch Präsident Peter Stöger.

 

Auf einladender Tafel kam zur Begrüßung VINO SPUMANTE Extra dry MIOL ECRU BORTOLOMIOL CUVÉE in die Gläser.

Gegessen wurde San Daniele Schinken, Salami, Käse, Oliven, Weißbrot, Grissini, gegrillte Auberginen, Zucchini, Cevapcici mit Polenta, gegrillte Paprika, Zwiebel, Gulasch, Dessert-Spezialität „Gibaniza“ – köstlich, und Espresso.

Dazu getrunken FRIULANO 2024 IVAN VOGRIC und RIBOLLA GIALLA 2024 DOC von MARCO SCOLARIS.

 

Gemütlichkeit, wie sie in dieser Region gelebt wird, bis halben Nachmittag, bevor es nur wenige Fahrminuten lang zum nächsten Weingut weiter ging, zur VILLA RUSSIZ, einem der bekanntesten und historischsten Weingüter der Region.

Es empfängt einem ein beeindruckendes Anwesen mit Park, Schlossvilla, Kellerei, Stallungen, Heimschule, Kirche und Spinnerei.

Die sehenswerte Schlossvilla von VILLA RUSSIZ wird immer wieder mit Schloss MIRAMARE verglichen, ist ein Bauwerk mit besonderem Stil der Region.

Die Kellerei wurde bereits 1877 von Graf Theodor erbaut. Der ursprüngliche Kern ist intakt geblieben, der Zugang erfolgt über eine alte Steintür, deren Schlussstein die Jahreszahl 1889 trägt. Unter dem großen Tonnengewölbe reifen die Cru-Weine DE LA TOUR CRU in Barriques und in Tonneaux aus franz. Allier-Eiche.

In nobler Atmosphäre des Verkostungsraumes wurden von der freundlich-charmanten SERENA die Weine präsentiert.

            RIBOLLA GIALLA 2025

            FRIULANO 2024

            MALVASIA 2024

            MAISHA BIANCO 2023 (Ribolla, Friulano, Malvasia)

            SAUVIGNON BLANC 2021

            SAUVIGNON DE LA TOUR 2024

            PINOT NERO 2023

            MERLOT RISERVA 2020

            ROSATO 2023 „VENEZIA GIULIA“

Als Dankeschön für die Weingutführung, alle Informationen und Weinpräsentation überreichte unser Präsident Peter Stöger das Vorarlberg-Buch als Geschenk an die freundliche Serena.

 

Heute stand noch ein drittes Weingut auf dem Programm.

Nur wenige Kilometer entfernt wartete noch ein wahres Traumschloss auf uns –

CASTELLO DI SPESSA.

Umgeben von einer gepflegten Parkanlage zeigte sich die Anlage durch die Sonnenbestrahlung von ihrer schönsten  Seite.

 

Dann kam SIBILLE – begrüßte uns sehr herzlich und führte uns durch die Räumlichkeiten, bis in den tiefen Bunker und wieder zurück, dabei erzählte sie uns viel Informatives.

100 Hektar beträgt die Fläche des gesamten Areals, davon werden70 Hektar Weingärten kultiviert. Das Gebiet von Collio DOC wird auch „PONCA“ genannt – es handelt sich dabei um eine Bodenform aus Mergel, Sandstein über Jahrtausende geschichtet, und reich an Salzen und Mikroelementen ist. Das ergibt langlebige, cremige Weine mit Struktur und intensivem Aroma.

Die Isonzo-DOC-Zone besteht aus einer ersten Schicht roter Böden, reich an Mineralien, darunter Eisen und Aluminium, Tonböden und etwa 6 Meter Steinen, die tagsüber Wärme speichern und diese nachts abgeben.

2014 brachte LORETTO PALI einen neuen Stil für Collio-Weine auf den Markt, im Bewusstsein, das international auf Frische und Eleganz gesetzt wird. Es entstanden elegante, mineralische, haltbare Weine von bemerkenswerter Frische und großer Trinkfreude. Hier wird auch in den frühen Morgenstunden gelesen, man versucht niedrige Erträge zu erzielen und damit strukturierte Weine mit größerer Aromavielfalt und Haltbarkeit zu bekommen. Jeder Weinberg wird einzeln vinifiziert, um das Potential maximal hervorzuheben. Vergoren wird in Stahltanks und auch in französischen Eichenfässern. Gelagert werden die Weine in mittelalterlichen Kellern und im Bunker, der in einer  Tiefe von etwa 18 Metern bei einer konstanten Temperatur von 14 °C, und ist somit ein idealer Ort für die Reifung der Spitzenweine des Anwesens.

Auch wir durften die 68 Stufen hinunter in den Keller und Bunker gehen, und die unglaublichen Weiten dieser Tiefe erleben.

450.000 Flaschen schlummern vor sich hin, noch dazu jede Menge Fässer.

Nachdem die 68 Stufen hinauf bezwungen waren, wurden wir in einem der eleganten Verkostungsräume geführt, wo uns SIBILLE die Weine präsentierte. 

AMADEUS VSQ BRUT MILLESIMATO (CH,PN)

SANTAROSA PINOT BLANC DOC 2023 COLLIO

RASSAUER FRIULANO DOC 2023 COLLIO

JOY PINOT GRIGIO 2023 COLLIO

CASANOVA PINOT NERO DOC 2023 COLLIO

SAN SERFF ROSSO DOC 2008 COLLIO

Dazwischen gab es verschiedene Häppchen am Tisch und treffende Aussagen über den vorletzten Wein – „Da springt Dir der Casanova ins Gesicht“!

 

Es war eine elegante, hochklassige Verkostung auf hohem Niveau!

  

Nach den langen Versuchen ein Gruppenfoto zu machen, das dann doch noch gelungen ist, bekam SIBILLE ihr Buch, über das sie sich sehr freute, und Dankesworte vom Präsidenten Peter Stöger.

 

Das Abendessen wurde im „IL VINATTIERE DI CHAMBORD“, Weinstube und Restaurant unseres Hotels eingenommen. Im rustikalen Ambiente wurden gegrillte Paprika, Auberginen, Zucchini in Olivenöl, dazu Brötle, Frico mit Spinat,

Gemüselasagne, und Eis mit Waldbeersauce serviert.

Dazu schmeckte: FRIULANO 2025 – Ronchi di Sant`Egidio – Michelloni Tiziana

         Friuli Colli Orientali

                     RIBOLLA GIALLA 2025 – Bolzicco Fausta, Cormons

                     Bolzicco Collio.

                    PIGNOLO DI ROSAZZO 2021 – Ronchi di Sant`Egidio, Manzano

                    Grappa zum Abschluss.

 

Einige waren bereits müde, andere suchten noch einen Biergarten auf, wo es

vielleicht auch noch einen guten Grappa gab.

DIENSTAG, 19. MAI 2026

Wieder herrliches Wetter, Zeit für ein gemütlich langes Frühstück, oder schon manchen Stadtspaziergang.

Beide Buse trafen sich im Weingut „LA VIARTE“ in Prepotto des Colli Orientali del Friuli (östliche Hügel des Friaul). Von DOMIZIA freundlich willkommen geheißen, wurde eingeladen zu einem absolut steilen Spaziergang, hinauf zu einer Aussichtsplattform mit 360 Grad Rundblick auf die Weinberge und hügelige Weinlandschaft dieser reizvollen Gegend.

Hoch oben gab es jede Menge Informationen von DOMIZIA.

Das 1973 neu erbaute Weingut bewirtschaftet 26 Hektar Weingärten mit ca.15 Mitarbeiter. LA VIARTE heißt OFFENHEIT!

Innovation ist die Linse, durch die die Familie POLEGATO alles betrachtet. Die Geschichte von LA VIARTE ist zehn Jahre alt, die Weinberge über 40 Jahre alt.

Von ihnen haben sie alles gelernt, was die Erde bieten kann. So hat man gelernt, mit anderen Augen zu sehen -  die Hügel, die Wälder, die Reihen, die vom „BORNIO“ bewegten Blätter, die Spiegelungen in den Brillen. „Um das Konzept des Weines neu zu definieren, ist es notwendig, die eigenen Wurzeln zu kennen“ – so RICCARDO POLEGATO.

Jeden Tag erfindet man neue Wege, die Geschichte des Colli Orientalie zu erzählen, einer großzügigen und strengen, schönen, und kostbaren Grenzregion. Durch Arbeit, Sorgfalt und Leidenschaft, kann man einzigartige Produkte schaffen.

Wein ist tatsächlich der höchste Ausdruck der familiären Philosophie – einen Wein a la Viarte zu produzieren bedeutet, eine Tür zu neuen Welten zu öffnen, die einem woanders hinführen können – zwischen den Weinbergen, innerhalb neuer Visionen!

„Wein ist ein Akt der Dankbarkeit gegenüber der Natur und den Menschen. Wein ist ein Akt der Liebe. VIARTE ist die Freude es zu vollbringen“!

Seit der Gründung hat sich LA VIARTA als Verfechter kompromissloser Qualität und Herstellung charaktervoller Terroir-Weine hervorgetan. Dafür braucht es Respekt und Rahmenbedingungen. Auf lediglich 25 Hektar, der 41 Hektar umfassenden Gesamtfläche wird Wein angebaut. Der Rest ist Waldfläche. Die Böden bestehen aus PONCA-GESTEIN, das besonders fruchtbar, reich an Steinsalz und Mineralien ist. Auch gibt es hier eine große Anzahl autochthoner Rebsorten mit eigenständigen Aromen.

Zurück im Weingut, wurden auch noch Tankkeller, Pressen, Barriques, Flaschenkeller, ein sehenswerter Barriqukeller gezeigt, bemerkenswert ist, überall die Sauberkeit wie in einer Klinik.

Im Restaurant und Verkostungsraum wurde zur Verkostung auch gleich Mittagessen serviert. Folgende Weine kamen nach und nach in die Gläser:

            RIBOLLA GIALLA 2025 EUFEM

            FRIULANO 50° 2024

            MALVASIA 2025

            SAUVIGNON 2024 LIENDE

            CHARDONNAY 2024 LIENDE

            ROSÉ 2025 LIENDE

            TANZZELENGHE RISERVA 2016

            SCHIOPPETTINO 2020 LIENDE

 

Alles gute bis sehr gute Weine.

Dazu gegessen, kamen zuerst verschiedene Prosciutto, Parmesan und Weißbrot, danach Spargel-Lasagne, Frico, Struggi (kleine, süße Pölsterchen), Espresso

Schon im Gehen, gab es noch einen genussvollen Zwischenstopp auf der Terrasse vor dem Weingut mit einem „Abschluss-Fläschle“!

„Man sitzt neben den Weingärten, genießt die Aussicht und sieht bis zum Schnee“ – so ein erholter JOSEF VONACH!!

Ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft durch Präsident Peter Stöger mit Buch an DOMIZIA, sowie ein Gruppenfoto beendeten diesen wunderbaren Besuch bei

LA  VIATRA.

 

Wenige Fahrminuten entfernt, wartete die Großkellerei KLET BRDA, Dobrovo.

PATRIZIA begrüßte uns herzlich und zeigte voller Stolz den Riesenbetrieb.

1978 begann die Geschichte dieses größten Weingutes Sloweniens mit 2000 Hektar Rebfläche.

Der Wein von Brda hat eine besondere Geschichte – voll von Erlebnissen, Erinnerungen, geselliger Abende und weltweiten Erfahrungen. Die junge Generation der Weinbauern,  übernimmt das Wissen, die Erfahrungen, kreiert zugleich Neues, geht Risiken ein und schafft neue Wege in die Welt. In BRDA kommen neue, große Weine auf den Markt, insbesondere Weiße. Naturfreundlich bearbeitete Weinberge bringen wieder autochthone, alte lokale Sorten wie REBULA, PIKOLIT, SAUVIGNONASSE und VERDUC.

Dazu gehören auch nicht so bekannte Sorten wie GLERA, POSAKICA, POGROZNICA, MUSKAT, COLEOVKA, KLARNICA, ZELEN, DRENIK, ZELENKA, KOZJISIS, SUSAC, PERGOLIN, VITOVSKAGEGANJA, TRZAKA, POCACA, SLADKAMENKA,  DALMATIENKA, KRALJEVINA, MARKADUSKA, SEVKA, PIKA und GELBER MUSKAT.

Die hügelige Terrassenlandschaft GORISKA BRDA mit seinen besonderen Lagen produziert ausgezeichnete Weiß- und Rotweine. Die Weinberge reichen von niedrigen Lagen bis zu den höheren Hängen mit besten Voraussetzungen für den Weinbau.  Die Weine von Goriska Brda sind sehr charaktervolle, mineralische, frische und elegante Weine, die das Terroir bestens widerspiegeln.

Der Rundgang durch den Betrieb zeigte die enorme Größe, den Weinkeller, der viele Geschichten über Brda und seine Familien-Weinberge erzählen könnte. In Zusammenarbeit mit der Natur und langjähriger Tradition, entstehen Weine mit Vielfältigkeit und Zugänglichkeit, die man zu schätzen weiß.

Im hellen, dekorativem Verkostungsraum kamen folgende Weine in die Gläser:

PENECA REBULA BRUT 2024

CLASSICAL SPARKLING WINE VIRGO ZERO DOSAGE

 

QUERCUS REBULA 2025

KRASO REBULA 2023

BAGUERI REBULA 2021

DE BAGUER 2020 (CH,SB)

A+WHITE 2020 (CH,REB,PICOL)

SINGLE VINEYARD MOTNIK 2017 REBULA

QUERCUS RED SELECTION 2023 MARCELAN

KRASNO MODRI PINOT 2022 PINOT NERO

BAGUERI MERLOT 2021

DE BAGUER 2019 (ME,CF)

A+RED 2020 (CS,ME,CF)

SINGLE VINEYARD 2019 MERLOT

CLASSICAL SPARKLING WINE VIRGO BRUT

Herzlichen Dank für die gelebte Gastfreundschaft durch Präsident Peter Stöger,

Buchübergabe an PATRIZIA, großer Applaus.

Wenige Fahrminuten später erreichte wir die DOMAINE MARJAN SIMCIC in CEGLO BRDA, eine beeindruckende Anlage inmitten von hügeligen Weingärten.

LEONARDO SIMCIC freute sich über unseren Besuch und erklärte seine Lagen rund um das Weingut, wo auch die Grenze zwischen Slowenien und Italien unmittelbar vorbeiführt.

Man bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche, davon 9 Hektar auf italienischen Boden und 16 Hektar in Slowenien. „Die Familie SIMCIC glaubt, dass in ihren Weinen eine Wahrheit liegt. Jeder ihrer eleganten Weine spiegelt die Geschichte des Brda-Terroirs wider. Sie glauben, dass außergewöhnliche Weine durch eine perfekte Kombination aus einzigartigem Terroir, biologischen Weinbau und traditioneller Weinherstellung bestimmt werden. Die Qualität eines Weines wird hauptsächlich im Weinberg bestimmt. Als Hütter unseres außergewöhnlichen Terroirs ist es unsere Verantwortung, sicherzustellen, dass sie ihr volles Potential durch sorgfältiges Weinbergmanagement und ständige Aufmerksamkeit entfalten. Wir erledigen die meiste Arbeit in den Weinbergen von Hand. Durch den Einsatz biologischer, biodynamischer Anbaumethoden schaffen wir eine gesunde Umwelt, die die Biodiversität unterstützt.“

Man befindet sich hier in einem blitzsauberen Vorzeige-Weinbaubetrieb, einen sehenswerten Tankkeller, Fasskeller mit Betoneiern, Holzeiern und kleinen Fässern.

Im dekorativen Verkostungsraum kamen dann neun delikate Weine in die Gläser:

            RIBOLLA CLASSIC 2025

            PINOT GRIGIO CRU SELECTION 2024

            SAUVIGNON BLANC CRU SELECTION 2024

            RIBOLLA CRU SELECTION 2024

            SAUVIGNON VERT OPOKA CRU 2023

            RIBOLLA OPOKA 2022

            PINOT NOIR OPKA 2022

            MERLOT BRDA 2021

            MERLOT OPOKA 2020

 

Die Weine präsentierten sich so wie das ganze Weingut – einladend, klar, elegant und gefällig. Präsident Peter Stöger überreichte LEONARDO SOMCIC als großes Dankeschön das Vorarlberg-Buch, großer Applaus für Weine und Weingut.

 

Zurück im Hotel stand der Abend schon wieder im Zeichen des Abschieds.

Im Restaurant „STÜA“ gegenüber, wartete unser Abschlussabend, elegant gekleidet, mit gutem Essen und ebensolchen Weinen.

            RONCO DEL CERO – SAUVIGNON BLANC, Venica

            Beef Tatar mit Artischocken und Toast

FRIULANO 2023 „SCHIOPETTO“

            Risotto mit Spargel und krossem Speck

CABERNET FRANC 2022 „Pernsini“

„Tomahawk-Steak“ mit Saucen, Rosmarinkartoffeln, Kartoffelspalten

Gebratener Pulpo auf Toast

REFOSCO RISERVA 2019 „MONVIERT“

CABERNET SAUVIGNON 2022 „LIS NERIS“

GRAPPA

Es wurde geschlemmt und getrunken bei bester, entspannter Stimmung in netter Gesellschaft – man war richtig zufrieden. Erste Rückblicke auf diese bisher drei Tage fielen überwältigend aus, es erwartete uns aber noch ein Tag mit verschiedenen Herausforderungen.

Plötzlich kam eine Mädelsgruppe vorbei – laut und mit voller Begeisterung wurde gepoltert. Man hat zwar nichts verstanden, was sie alles gesagt haben, doch den Sinn doch verstanden. Für eine kleine Spende gab es einen roten Loli.

Noch vor Mitternacht fand dieser ereignisreiche Tag sein Ende.

MITTWOCH, 20. MAI 2026

Nach dem Frühstück stand die Abreise am Programm, und noch ein Weingutbesuch – VIE DI ROMANS.

Die Arbeit der Familie GALLO reicht über ein Jahrhundert zurück. GIANFRANCO verwaltet das Anwesen seit 1978. Führte weitreichende Weinbauprogramme und Herstellungspraktiken ein, diese Initiativen haben den Weinen in den letzten 40 Jahren  eine einzigartige Persönlichkeit verliehen.

1978 gab es die erste Abfüllung und das erste Etikett, eine Reorganisation der Weinberge, um die Qualität zu verbessern. 1989 wurde das neue dreistöckige Weingutgebäude errichtet. Weine aus verschiedenen Weinbergen wurden ab 1990 separat produziert und 1992, mit der Veröffentlichung des Jahrgangs 1990 wurde die Tradition geschaffen, alle Weiße zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt zu bringen.

Der Charakter der Weine von VIE DI ROMANS lässt sich in drei Kategorien einteilen – Umwelt, Weinbau, Mensch.

Umwelt – alles, was von Klima und Boden umgeben ist.

Weinbau – alle Optionen wurden gewusst ausgewählt, um einen effizient geführten        

                    Weinberg zu gewährleisten.

Mensch – der zentrale Punkt des gesamten Weingutes.

 

Mit „J CLIMAT“ will man den Terroirs-Ausdruck der Weine präsentieren.

Die PIERE, VIERIS, VIE DI ROMANS, CIAMPAGNIS, DESSIMIS CRUS und andere verkörpern Quintessenzen ihrer Rebsorten, jede mit eigenem historischem Charakter.

Die zwei Jahre Flaschenreife wurden bewusst gewählt, damit der Wein seinen Ausdruck entwickeln kann. So kann sich das Terroir mit der Langlebigkeit gut entwickeln und der Wein sein Gleichgewicht, seine Stabilität und seine unverwechselbare Identität zum Ausdruck bringen.

Währen dieser umfangreichen Informationen hat sich auch das Wetter wieder bestens entwickelt.

Sehr beeindruckend sind auch die Riesenweingartenflächen von 75 Hektar, rund um das hypermoderne Weingut, flach und viel Glas für viel Tageslicht.

Auch das Landschafts-Relief erregte Aufmerksamkeit und wurde ausführlich erklärt.

Dieser überdimensional große Betrieb ist auch unterirdisch mehr als interessant.

Ein utopisch weiter Abgang in die Keller führt zum neuen, weiten Barrique-Keller, Tank-Halle, Lagerräume. Man könnte mit Autos fahren.

Die Verkostung im gläsernen Degustationsraum brachte wieder viele Erfahrungen um spezielle Weinstile.

            MALVASIA 2024 DIS CUMIERIS

            FRIULANO 2024 DOLÉE

            CHARDONNAY 2024 VIE DI ROMANS

            SAUVIGNON BLANC 2024 PIERE

            CHARDONNAY 2020 GLESIE

            PINOT GRIGIO 2024 DESSIMIS

            PINOT NERO 2023 VIE DI ROMANS

 

Erzeugt werden 370.000 Flaschen/Jahr.

 

Kurz vor Mittag wurde das Buch-Geschenk übergeben, und freundliche Dankesworte von Präsident Peter Stöger im Namen des VSOV beendete den Besuch in diesem sehr beeindruckenden Weingut.

 

Schon am Heimweg Richtung Cortina, wurde in VITTORIO VENETO Mittagspause gemacht. Ein schönes, romantisches Städtchen in den italienischen Bergen mit einer einladenden TRATTORIA ALLA CERVA.

Vor dem Lokal, am Hauptplatz wurde es wieder gemütlich. Als Apero kam ein

PROSECCO SUPERIORE DOCG MATILDE BRUT.

Gegessen wurde „Sarde in Saor“(Sardellen oder Sardinen mit Zwiebel, Rosinen, weißer Polenta),

Spargel mit Rührei

MANZONI BIANCO 2024 IGT Colli Trevigiani, Gregoletto

Spaghetti mit Tomaten-Bolognese

Espresso

Es war ein entspannter, gemütlicher Mittag, vor der weiteren Heimfahrt über CORTINA D´AMPEZZO, das Pustatal, Brenner, Inntal-Autobahn, Arlberg bis Vorarlberg.

Nach kurzen Pausen in Toblach, Zirl und Schnann.

Es begleiteten uns einige Gewitter mit wunderschönen Regenbögen – richtige Naturschauspiel

 

In Schnann bedankte sich Peter noch bei allen Teilnehmern für ihr mitmachen an dieser einzigartig schönen Weinreise, wofür ihn selbst der meiste Dank für die professionelle Organisation gilt.

Beide Fahrer, Peter Stöger und Jürgen Katschitsch waren sehr sicher und professionell mit den beiden Kleinbussen unterwegs, wofür ihnen große Anerkennung und Dank gilt.

Es waren doch ordentliche Wege zurückzulegen, gespickt mit herausfordernden Baustellen vom Ländle bis Görz und wieder zurück.

Auf den Rückblick dieser vier spannenden, abwechslungsreichen, lehrreichen und ausgefüllten Tage darf man sich ab sofort freuen.

 

Mit herzlichen Grüßen aus Friaul und Slowenien,

                                                                 Willi Hirsch

viele Fotos