„Wasser und Wein“ am 18.Juni 2026

 

Es war sicherlich für den Vorarlberger Sommelier Verein eine etwas ungewöhnliche Veranstaltung. Die Herausforderung bestand darin, den Genuss mit der Technik zu verbinden. Vielleicht war gerade dies der Grund, warum so viele Mitglieder dieser Einladung folgten.
Mit dabei waren die beiden Walgau Winzer Robert Gohm aus Düns, sowie Gert Markowski vom Weingut Chesa Druschauna aus Göfis.

 

So trafen wir uns schon in der Früh beim Illwerke Zentrum Montafon in Vandans. Ein imposantes Gebäude, welches noch immer als größtes Bürogebäude Mitteleuropas in
Holz-Hybrid-Bauweise gilt, und über 250 Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze bietet.
Hier erhielten wir die ersten Informationen über unseren Landesversorger illwerke vkw.
Was ist wichtig für eine stabile Stromversorgung, und wie waren die Anfänge und die geschichtliche Entwicklung der Illwerke im Montafon.

Nach einer kurzen Kaffeepause begleitete uns Manfred Ammann zu seinem Arbeitsplatz
im Illwerke Control Center. Das imposante Rückmeldebild und die vielen Bildschirme beeindruckten uns alle. Rainer Fitsch, der Leiter der Energiewirtschaft erklärte uns anschaulich und für alle gut verständlich die Tätigkeiten an den verschiedenen Arbeitsplätzen, sowie die Aufgaben der Energiewirtschaft.

Ausgestattet mit leuchtgelben Warnwesten ging es weiter zur Besichtigung vom
Rodundwerk1. Es ist ein Kraftwerk aus den Vierzigerjahren, mit 4 Maschinensätzen und einer Gesamtleistung von 200 Megawatt. Der Rundgang führte uns in die Schaltwarte und weiter durch die Maschinenhalle.

Zum Abschluss erwartete uns im Zugangsstollen des Druckabstieges eine vinophile Überraschung. Die kühlen Temperaturen im Stollen waren eine Wohltat an diesem wunderschönen, aber sehr heißen Tag mit über 30°C.

Vor der Kulisse der beachtlichen Druckrohrleitung, mit einem Durchmesser von 3,6 Metern durften wir den ersten Wein von Dietmar Gohm verkosten.

Einen GRÜNEN VELTLINER 2025 wie man ihn gerne im Sommer hat – frisch, fruchtig, saftig, animierend, der bereits am späteren Vormittag wunderbar schmeckt.

 

Schon bald machten wir uns auf den Weg nach Partenen. Mit der Vermuntbahn ging es hinauf auf 1550 m, wo an der Bergstation schon die Tunnelbusse auf uns warteten.
Eine abenteuerliche Fahrt durch die engen Tunnel und die wunderschöne Landschaft der Silvretta führte uns schließlich auf die Bielerhöhe. Die umliegenden Berge spiegelten sich im Wasser des Silvrettasees auf 2030 m. Es war ein Tag, wie man ihn sich nur wünschen konnte.

 

Auf der Terrasse vom Silvrettahaus erwarteten uns schon die Familie Mijovic zum Aperitiv.

Wieder kam etwas Besonderes in die Gläser – ein trinkfreudiger, leichter, feiner
REGENT ROSÉ FRIZZANTE vom Weingut am Pfarrhofbüchel von Dietmar Gohm aus Düns.

 

Anschließend setzten wir uns in die Gaststube an die sehr schön eingedeckten Tische zum Mittagessen.

 

Als Vorspeise wurde serviert:

Gebratener Montafoner Sauerkäse von der Tilisuna Alpe
im knusprigen Speckmantel
an Wildkräutersalat mit altem Balsamico

NEUBURGER 2025 von Robert Gohm
CHARDONNAY 2023 von Gert Markowski

Zwei Weine, verschiedener Rebsorten, verschiedene Jahrgänge, verschiedene Winzer, natürlich verschiedene Geschmäcker – jetzt waren die Gaumen der Sommeliers gefordert – eine genüssliche Herausforderung, wo jeder seinen Favoriten gefunden hat.

 

Als warme Vorspeise:

Filet vom heimischen Saibling vom Grill
auf cremigem Safranrisotto
mit Zitronen Kräuterbutter

SAUVIGNON BLANC 2025 von Robert Gohm
ZWEIGELT ROSÉ 2025 von Robert Gohm

Zwei sehr unterschiedliche Weine, jeder für sich aber ansprechend, und so fand auch jeder seinen Liebhaber.

 

Zur Hauptspeise wurde gereicht:

Rosa gegrillter Kalbsrücken
an Rahmsauce von Spitzmorcheln
mit knusprigen Erdäpfelblättchen und saisonalem Gemüse

PINOT NOIR 2022 „LUCIUS“ von Gert Markowski
RÖSLER 2022 von Gert Markowski

Ein wunderbares Gericht am Teller, für Auge und Gaumen gleichsam, aber eine sehr konträre Herausforderung für beide Weine. Der Pinot glänzte mit ausgewogener Harmonie und Eleganz, der Rösler als dichter, körperreicher „Kraftlackl“ mit enormem Potential für noch lange Jahre. War schon gut antrinkbar, wird sich aber noch zu einer schmeichelnden Bombe entwickeln.

 

Vor dem Dessert hatten wir noch etwas Zeit für einen Spaziergang über die Staumauer vom Silvrettasee, oder für den Besuch eines der zahlreichen Kunstobjekte auf der Bielerhöhe.

Zum Abschluss unseres Mittagessens wurde ein Topfenschmarren mit frischen Früchten und Vanilleeis in die Mitte der Tische eingestellt.

Der MÜLLER THURGAU 2025 von Robert Gohm war typisch und angenehm zu trinken, nicht unbedingt zum Dessert, aber daneben als gaumenfreundlicher Abschluss.

 

Es war ein köstliches, geschmackvolles Menü mit vorzüglichen Gängen, begleitet von bemerkenswerten Vorarlberger Weinen, die je nach Rebsorte zu galanten Begleitern wurden und durch ihre Verschiedenartigkeit die Sommeliers richtig forderten.

Es war Genuss auf hoher Ebene!

Dafür gilt JELENA und MIRKO MIJOVIC mit allen Mitarbeitern, besonders der charmanten VESNA ein großes Dankeschön für diese schöne Zeit im Silvrettahaus.

Die beiden Vorarlberger Winzer ROBERT GOHM, auch als „Walgau Winzer“ bekannt, aus Düns, und GERT MARKOWSKI vom Weingut „Chesa Druschana“ aus Göfis, verdienen sich großes Lob für ihre ausgesuchten Weine zu den Gerichten, zum Apero und schon zum Frühschoppen im Stollen. Sie haben wieder gezeigt, was bei uns im Ländle am Weinsektor machbar ist, und noch möglich sein wird.

Für die Organisation dieser einmal ganz anderen Veranstaltung darf sich MANFRED AMMANN über ein großes, herzliches Dankeschön und große Anerkennung seitens der Mitglieder des VORARLBERGER SOMMELIER-VEREINS freuen.

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